{"id":2326,"date":"2019-05-18T21:39:09","date_gmt":"2019-05-18T21:39:09","guid":{"rendered":"http:\/\/hr4free.web-romandie.ch\/?p=2326"},"modified":"2019-05-21T08:43:57","modified_gmt":"2019-05-21T08:43:57","slug":"umstrukturierungsprozesse-ursachen-von-misserfolg-und-potentielle-risiken-fuer-die-organisation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hr4free.com\/de\/Organisatorischer-Wandel\/Umstrukturierungen-der-Organisation-Risiken","title":{"rendered":"Umstrukturierungsprozesse: Ursachen von Misserfolg und potentielle Risiken f\u00fcr die Organisation"},"content":{"rendered":"<p><strong>In seinem andauernden Streben nach finanziellen Resultaten sucht das heutige Unternehmen, sich mit Management-Tools auszur\u00fcsten, die es erlauben werden, seine Leistung zu maximieren.\u00a0<\/strong>Unter den klassischen Managementmethoden, die den Entscheidungstr\u00e4gern zur Verf\u00fcgung stehen, ist die Umstrukturierung das im h\u00f6chsten Kurs stehende Tool.<\/p>\n<p><em>Von Liliane Held-Khawam, Autor des Buches <strong><a href=\"http:\/\/www.hr4free.com\/de\/Management-von-Prozessen-durch-Coaching\/MPC%E2%84%A2-Buch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-cke-saved-href=\"http:\/\/www.hr4free.com\/de\/Management-von-Prozessen-durch-Coaching\/MPC%E2%84%A2-Buch\">&#8222;Management by Coaching: Coping with Complexity in a Changing World&#8220;<\/a>.<\/strong><\/em><\/p>\n<h5><strong>Optimierung der Ressourcen oder Maximierung der Rentabilit\u00e4t?<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Restrukturierungen zielen darauf, die Organisation durch eine Rationalisierung der Gesch\u00e4ftsprozesse und eine Hierarchisierung der Stellen nach deren relativem Wert f\u00fcr das Unternehmen, zu entwickeln.<\/strong>\u00a0Diese Vorgehensweise soll erlauben, Kosten zu reduzieren, Energien und Kompetenzen zu kanalisieren, die Tr\u00fcmpfe des Unternehmens aufzuwerten, usw. Jedoch, trotz all dieser signifikanten technischen, finanziellen und menschlichen Anstrengungen werden weiterhin St\u00f6rungen und Blockierungen beobachtet.<\/p>\n<p><strong>Das Problem kommt wahrscheinlich daher, dass man die Suche nach kurzfristiger Leistung beg\u00fcnstigt, statt die dauerhaft vorhandenen Ressourcen zu optimieren.\u00a0<\/strong>Der Fokus auf die reine Leistung hat wohl etwas Lineardenkliches und Kurzlebiges an sich. Die Optimierung der Ressourcen ist ein globaleres, realistischeres, umfangreicheres und integrativeres Vorgehen. Es erlaubt das Unternehmen, gleichzeitig auf Leistung und Fortbestand zu zielen, dank der Kombination von\u00a0<em>kurzfristiger<\/em>\u00a0und\u00a0<em>langfristiger Vision<\/em>.<\/p>\n<p>Zurzeit, obwohl ihre Verwendung sehr rational zu sein scheint, verfehlen diese Management-Tools und Konzepte ihr Ziel, wegen einer\u00a0<em>fehlenden Vision des allgemeinen Zusammenhangs<\/em>. Und das stimmt insbesondere f\u00fcr Umstrukturierungen.\u00a0<strong>Ein Zeitraum f\u00fcr die Umstrukturierung wird tats\u00e4chlich oft nur wenig in Betracht gezogen, und die emotionalen Aspekte des Wandels zu oft verschleiert.<\/strong>\u00a0Kurz gesagt bringt der\u00a0<em>Mangel einer Gesamtvision<\/em>\u00a0und\u00a0<em>eines angemessenen Zeitraums<\/em>\u00a0die optimale Verwendung der Ressourcen zum Scheitern. Die St\u00f6rungen, die daraus entstehen, k\u00f6nnen also von einer\u00a0<em>verfehlten Umstrukturierung<\/em>, einer\u00a0<em>suboptimalen Gesch\u00e4ftsprozess-Rationalisierung<\/em>, eines\u00a0<em>unangemessenen Zeitraums<\/em>, einem\u00a0<em>schlechtbestimmten Referenzraum<\/em>, oder<em>\u00a0unangepassten Verwaltungstools<\/em>, verursacht worden sein.<\/p>\n<h5><strong>Umstrukturierungen als neue Mode<\/strong><\/h5>\n<p>Umstrukturierungen sind das meistverwendete Management-Tool, wenn es darauf ankommt, das Unternehmen zur\u00a0<em>Rentabilit\u00e4t<\/em>\u00a0zu f\u00fchren. Jedoch ist es ein Tool, das eine\u00a0<em>Gesamtvision<\/em>\u00a0ben\u00f6tigt, sonst kann es sich gegen seinen Benutzer kehren und ihn Geld und Zeit kosten, sowie \u2013 was noch wichtiger ist \u2013 ein\u00a0<em>Verlust an Glaubw\u00fcrdigkeit<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Zurzeit stellen Umstrukturierungen das Hauptelement dar, welches das Unternehmensleben st\u00f6rt.<\/strong>\u00a0Die beobachteten Probleme haben mit der Art und Weise zu tun, in der die neue Struktur eingef\u00fchrt wird, sowie mit der Vernachl\u00e4ssigung gewisser Grundbestandteile des Lebens der Organisation \u2013 und vor allem des\u00a0<em>Faktors Mensch<\/em>. Dabei, wenn eine Umstrukturierung dazu f\u00fchrt, die\u00a0<em>Organisationsstrukturen<\/em>\u00a0zu \u00e4ndern, so wirkt sich dies zumindest in gleichem Masse auf den\u00a0<em>Faktor Mensch<\/em>\u00a0aus.<\/p>\n<h5><strong>Umstrukturierungen: eine tiefe Umwandlung der Arbeitsorganisation<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Eine effektive Umstrukturierung setzt einen tiefgehenden Wandel des Unternehmens voraus.<\/strong>\u00a0Einen Organisationsplan zu \u00e4ndern ist tats\u00e4chlich nutzlos, wenn die\u00a0<em>Mentalit\u00e4ten<\/em>, die\u00a0<em>Gewohnheiten<\/em>\u00a0und der\u00a0<em>Alltag<\/em>\u00a0nicht gleichzeitig in Bewegung gebracht werden. Infolgedessen m\u00fcssen alle Bestandteile des Unternehmens durch die Umstrukturierung entwickelt werden, und vor allem der\u00a0<em>Humanfaktor<\/em>. Man kann dies zusammenfassen indem man die zwei Ebenen identifiziert, auf die die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.hr4free.com\/PDF_Files\/Blog_DE_Management_Restrukturierung_Unternehmen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-cke-saved-href=\"http:\/\/www.hr4free.com\/PDF_Files\/Blog_DE_Management_Restrukturierung_Unternehmen.pdf\"><strong>Neugestaltung der Organisation (Abbildung)<\/strong><\/a>\u00a0einen Einfluss hat, n\u00e4mlich:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>die Organisationsstruktur<\/strong><\/li>\n<li><strong>der Humanfaktor<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Bei einer Neugestaltung des Unternehmens wird die Aufmerksamkeit der Projektleiter oft ganz auf die Organisationsstruktur fokussiert.<\/strong>\u00a0Aber wie wir es schon gesehen haben, wird dieser Aspekt oft nur teilweise ber\u00fccksichtigt. Was der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.hr4free.com\/PDF_Files\/Blog_DE_Management_Restrukturierung_Ver%C3%A4nderung_Organisation.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-cke-saved-href=\"http:\/\/www.hr4free.com\/PDF_Files\/Blog_DE_Management_Restrukturierung_Ver\u00e4nderung_Organisation.pdf\"><strong>Humanfaktor (Abbildung)<\/strong><\/a>\u00a0angeht, ist die Lage noch schlimmer. Jedoch wird diese Problematik oft ganz einfach v\u00f6llig vernachl\u00e4ssigt!<\/p>\n<p><strong>Eine Umstrukturierung entspricht also einem Wandel, der sich auf\u00a0<a href=\"http:\/\/www.hr4free.com\/PDF_Files\/Blog_DE_Management_Restrukturierung_Transformationsprozess.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-cke-saved-href=\"http:\/\/www.hr4free.com\/PDF_Files\/Blog_DE_Management_Restrukturierung_Transformationsprozess.pdf\">alle organisatorischen Niveaus (Abbildung)<\/a>\u00a0auswirkt.\u00a0<\/strong>Es entspricht einem wahren\u00a0<em>Umbruch<\/em>. Das Unternehmen verl\u00e4sst seinen\u00a0<em>initialen Zustand<\/em>\u00a0und strebt einen\u00a0<a href=\"http:\/\/www.hr4free.com\/PDF_Files\/Blog_DE_Management_Restrukturierung_Idealzustand.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-cke-saved-href=\"http:\/\/www.hr4free.com\/PDF_Files\/Blog_DE_Management_Restrukturierung_Idealzustand.pdf\"><strong>Idealzustand (Abbildung)<\/strong><\/a>\u00a0an, der ihm gleichzeitig Stabilit\u00e4t und Mobilit\u00e4t, Wohlbefinden und Leistung, Ausgeglichenheit und Dynamismus, verleihen soll. Doch sollte man nicht vergessen, dass von diesem Wandel vor allem erwartet wird, dass er den\u00a0<em>Fortbestand der Organisation<\/em>\u00a0sichert.<\/p>\n<p><strong>Die Entscheidungstr\u00e4ger\u00a0m\u00fcssen also ihr Unternehmen neu \u00fcberdenken und dabei mit einer vollst\u00e4ndigen und globalen Standortbestimmung des Sozialklimas anfangen.<\/strong>\u00a0Dies wird uns \u00fcber den\u00a0<em>aktuellen Zustand<\/em>\u00a0(Zustand A) der Organisation informieren. Nur in diesem Zusammenhang kann ein\u00a0<em>Idealzustand<\/em>\u00a0(Zustand I) bestimmt werden, der der Unternehmensstrategie entsprechen soll.<\/p>\n<p>Wie man es bemerken kann, besteht der gesamte Umstrukturierungsprozess, der es erlaubt, von A nach I zu kommen, aus einer Reihe von\u00a0<em>Sub-Prozessen<\/em>, die f\u00fcr den Erfolg der Operation von lebenswichtiger Bedeutung sind. Wenn sich auch nur einer dieser Prozesse blockiert, wird die ganze Umstrukturierung nicht die erhoffte Wirkung haben.<\/p>\n<p><strong>Kurz gesagt ist es n\u00f6tig, um eine Umstrukturierung mit einer globalen Perspektive zu f\u00fchren, eine globale, klare, umfangreiche und gut strukturierte Unternehmensstrategie\u00a0<\/strong><strong>auszuzeichnen, die den geplanten Idealzustand anstrebt.<\/strong>\u00a0Dazu sollen noch auf jeden Fall die Beschreibung der Rolle jeder Arbeitsstelle sowie die eventuellen Auswirkungen auf die neue Arbeitsorganisation im Zustand I bearbeitet werden.<\/p>\n<p>Diese Steuerung des Umstrukturierungsprozesses erlaubt, den Faktor Mensch einzubinden, und dabei sich um die\u00a0<em>emotionalen Wirkungen<\/em>\u00a0dieses Vorgangs zu k\u00fcmmern (die unvermeidlich und normal sind). Der Standardfehler besteht darin, zu vergessen, dass es eine x Jahre alte Unternehmenskultur gibt, die auch weiterentwickelt werden soll, und die ihren eigenen (und langfristigen) Zeitraum besitzt. Diese Kultur entspricht dem Ergebnis der Zusammenwirkung zwischen der Strategie, der Organisationsstruktur und des Humanfaktors.\u00a0<strong>Wird eines dieser Elemente ge\u00e4ndert, kann die ganze Unternehmenskultur \u2013 und also die Ausgeglichenheit des organisatorischen Lebens \u2013 destabilisiert werden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Diese kulturelle Neuorientierung f\u00fchrt zu einer Neudefinition des F\u00fchrungsstils.<\/strong>\u00a0Dieser Vorgang st\u00fctzt sich eigentlich auf die Menschen, ihre Erfahrungen und ihre Kompetenzen. Diese Elemente k\u00f6nnen jedoch nicht ge\u00e4ndert werden, weil man einfach so entschieden hat. Es braucht tats\u00e4chlich Vorbereitung, Ausbildung und Zeit, um die Entwicklung der F\u00fchrungskr\u00e4fte in Richtung des gew\u00fcnschten Zustands durch Coaching zu steuern.<\/p>\n<p><strong>In diesem Zusammenhang stellt die Kommunikation eine potentielle Falle dar. Sowohl ein Mangel wie auch ein \u00dcbermass an Kommunikation sind kontraproduktiv.<\/strong>\u00a0Es ist besser, die Gesamtheit der Umstrukturierungsprozesse zu ber\u00fccksichtigen, sodass man &#8222;richtig&#8220; kommunizieren kann. Zudem sollte ein angemessenes\u00a0<em>Timing<\/em>\u00a0ber\u00fccksichtigt werden. Dies kann auf Basis eines im Voraus bestimmten Handlungsplans getan werden, in dem unvorhergesehene Ereignisse, sowie die Entsch\u00e4rfung von Ger\u00fcchten, m\u00f6gliche \u00fcbersteigerte Empfindsamkeiten usw., in Betracht gezogen werden. Die Kommunikation wird also zu einem fortlaufenden Prozess, der auf dem Zuh\u00f6ren der Mitarbeiter beruht.<\/p>\n<p><strong>Schlussendlich soll der Zeitraum auf jeden Fall im Umstrukturierungsprozess ber\u00fccksichtigt werden.<\/strong>\u00a0Das Unternehmen soll sich in Richtung des Idealzustands orientieren, um ihn in Zukunft zu erreichen. Das Unternehmen w\u00fcrde dabei gewinnen \u2013 vor allem wenn es in Schwierigkeiten steckt \u2013 sich die Zeit zu geben, um sich neu zu strukturieren. Eine \u00dcbereilung w\u00fcrde tats\u00e4chlich die Probleme nur verst\u00e4rken.<\/p>\n<h5><strong>Einige organisatorische Ursachen f\u00fcr Misserfolg<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Es gibt verschiedene organisatorische Faktoren struktureller Natur, die bei Umstrukturierungen St\u00f6rungen verursachen k\u00f6nnen.\u00a0<\/strong>Es handelt sich um grundlegende Elemente des Lebens der Organisation, die bei der Neuorganisation wenig oder gar nicht ber\u00fccksichtigt worden sind. Unter diesen Elementen kann man die\u00a0<em>Strategie<\/em>, die\u00a0<em>Struktur<\/em>, die\u00a0<em>Rollen<\/em>\u00a0der Einen und der Anderen, oder die\u00a0<em>Arbeitsorganisation<\/em>\u00a0erw\u00e4hnen. Hier sind einige Faktoren, die eine Umstrukturierung blockieren k\u00f6nnen:<\/p>\n<p><em>Eine unklare strategische Orientierung<\/em><\/p>\n<p><strong>Eine Umstrukturierung soll mit der Erstellung einer klar strukturierten Strategie anfangen.\u00a0<\/strong>Diese muss die Zustimmung der gesamten Unternehmensf\u00fchrung finden. Danach soll sie in der ganzen Organisation verbreitet werden, um die Mitarbeiter zu mobilisieren und zu vermeiden, dass sie blockiert wird.<\/p>\n<p><strong>Leider wird oft beobachtet, dass keine klare strategische Orientierung vorhanden ist.\u00a0<\/strong>Manche Unternehmen sind tats\u00e4chlich vollst\u00e4ndig auf die\u00a0<em>kurzfristigen Resultate<\/em>\u00a0und auf die\u00a0<em>Konkurrenz<\/em>\u00a0konzentriert. Sie sind sehr reaktiv geworden und treffen die Entscheidungen im Zusammenhang mit den unmittelbaren Gelegenheiten und Gefahren. In anderen Unternehmen gibt es wohl eine Strategie, doch sie ist nicht gut bekannt, oder sogar nicht richtig verstanden. Infolgedessen kann der Manager schwerlich als\u00a0<em>Vermittler der Unternehmensstrategie<\/em>\u00a0handeln. Dies kann die Organisation in einen Zustand von Skepsis und Attentismus versetzen.<\/p>\n<p><strong>Blockierungen, die von einer schwachen Strategie verursacht werden, entsprechen also der Unf\u00e4higkeit der Unternehmensf\u00fchrung, im Voraus zu planen.<\/strong><\/p>\n<p><em>Eine unpassende organisatorische Struktur<\/em><\/p>\n<p>Es ist m\u00f6glich festzustellen, dass es neben innovativen Organisationen auch Unternehmen gibt, die einen langsameren Weiterentwicklungsrhythmus besitzen.\u00a0<strong>Es gibt zahlreiche solcher Organisationen, die einfach das Strukturmodell des Market Leaders kopieren.<\/strong>\u00a0Jedoch wird ein Modell, das auf ein bestimmtes Unternehmen zutrifft, nicht unbedingt f\u00fcr andere Organisationen passen! So haben es zahlreiche Arbeitgeber vers\u00e4umt, eine neue Struktur aufzubauen, die die Gesamtheit der Komponenten ihres Unternehmens ber\u00fccksichtigt. Die daraus entstehenden St\u00f6rungen sind verschiedener Natur: technische Blockierungen, Mangel an Kompetenzen, Nichtbeachtung der Fristen, usw.<\/p>\n<p><strong>Eine Dimension, die im Aufbau einer Struktur systematisch verschleiert wird, ist der emotionale Aspekt.<\/strong>\u00a0Zu oft vergisst man, dass die Struktur durch Menschen aufgebaut und eingesetzt wird, die Stolz, \u00c4ngste und Eifersucht empfinden, Anerkennung ben\u00f6tigen, sich Fragen \u00fcber sich selbst und ihre Zukunft stellen. Diese Spannungen treten nicht zwangsweise beim Start des Projekts auf, sie k\u00f6nnen sich nach und nach mit dem Vorankommen des Projekts einstellen. Sie br\u00e4uchten Zeit, um mit jemandem dar\u00fcber zu sprechen, der sie beruhigen und stimulieren kann.<\/p>\n<p>Diese Gem\u00fctszust\u00e4nde sind schon peinlich wenn es sich um Mitarbeiter handelt, werden aber von kritischer Bedeutung wenn sie die Mitglieder der Unternehmensf\u00fchrung oder andere\u00a0<em>Schl\u00fcsselpersonen<\/em>\u00a0betreffen. Diese letzten sind wohl die Handwerker der Umstrukturierung und ihr Gem\u00fctszustand kann sich st\u00f6rend auf die ganze Organisation auswirken.<\/p>\n<p><em>Eine unklare, ver\u00e4nderliche oder unvollst\u00e4ndige Verteilung der Verantwortungen<\/em><\/p>\n<p><strong>Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Mitarbeiter bei Umstrukturierungsprozessen sich \u00fcber ihre Rolle nicht im Klaren sind.<\/strong>\u00a0Wenn man bedenkt, dass Umstrukturierungen manchmal Jahre dauern, kann man den F\u00fchrungskr\u00e4ften und Teams nur gratulieren, die es trotzdem schaffen, ihrem Arbeitgeber Resultate weiter zu liefern. Wenn sich w\u00e4hrend einer chaotischen Umstrukturierungsphase noch eine neue komplizierte und missverstandene\u00a0<em>Matrixorganisation<\/em>\u00a0anf\u00fcgt, ist es kaum erstaunlich, dass Blockierungen beobachtet werden!<\/p>\n<p>Es w\u00e4re tats\u00e4chlich \u00fcberraschend, dass es funktionieren w\u00fcrde, wenn man wei\u00df, dass eine Matrixorganisation aus zwei unabh\u00e4ngigen und gleichberechtigten Dimensionen besteht.\u00a0<strong>Dies bedeutet, dass die Organisation zwei Familien von Managern besitzt:<\/strong>\u00a0die\u00a0<em>Linienmanager<\/em>\u00a0(die klassischen Vorgesetzten) und die horizontalen\u00a0<em>Projektmanager<\/em>, die die durch die Organisation gehenden horizontalen Gesch\u00e4ftsprozesse f\u00fchren. Gewisse Unternehmen machen es noch etwas komplizierter, indem sie noch weitere Dimensionen hinf\u00fcgen!<\/p>\n<p><strong>Die F\u00fchrungskr\u00e4fte selbst wissen nicht mehr genau wo sie stehen und haben es schwer zu verstehen, was man von ihnen erwartet.<\/strong>\u00a0Wie k\u00f6nnen sie unter solchen Umst\u00e4nden ihre Mitarbeiter durch\u00a0<em>Coaching<\/em>\u00a0oder weitere\u00a0<em>Management-Tools<\/em>\u00a0unterst\u00fctzen?<\/p>\n<p><strong>Doch handelt es sich nicht darum, das Matrixorganisations-Modell wegzuwerfen<\/strong>. Man soll sich einfach bewusst sein, dass eine solche Organisationsstruktur nicht leicht zu verstehen ist (selbst Ingenieure haben damit M\u00fche), und dass deren Umsetzung in den Alltag den zust\u00e4ndigen Managern anvertraut werden soll.<\/p>\n<p><strong>Kurz gesagt ist eine klare Verteilung der Verantwortungen f\u00fcr den Erfolg einer neuen Organisationsstruktur unerl\u00e4sslich.\u00a0<\/strong>Diese entspricht tats\u00e4chlich den Gebrauchsanweisungen zur Implementierung der neuen Struktur.\u00a0 Wenn diese Verteilung der Rollen unvollst\u00e4ndig, unklar f\u00fcr die Mitarbeiter oder ver\u00e4nderlich ist, f\u00fchrt dies unvermeidlich zu St\u00f6rungen und zu einer\u00a0<em>Destabilisierung des Faktors Mensch<\/em>.<\/p>\n<p><em>Eine sich wandelnde Arbeitsorganisation<\/em><\/p>\n<p><b>Wenn man die Organisationsstruktur ver\u00e4ndert, beeinflusst\u00a0man die ganze Arbeitsorganisation<\/b>, die es dem Humanfaktor erlaubt, seine Ziele zu realisieren. Wenn man von einer hierarchischen Organisation zu einer Matrixorganisation \u00fcbergeht, wird der Arbeitsplatz tats\u00e4chlich v\u00f6llig ver\u00e4ndert. Die ganze Art und Weise in der man arbeitet, wandelt sich. Wenn man von der Ausf\u00fchrung eindeutiger Anweisungen zur autonomen Behandlung verschiedener T\u00e4tigkeiten \u00fcbergeht, wird das allt\u00e4gliche Leben wirklich v\u00f6llig ver\u00e4ndert im Umbruch.<\/p>\n<p><strong>Der Manager wird zurzeit durch diesen Wandel sehr beansprucht, denn man erwartet von ihm, dass er sich als Unternehmer verh\u00e4lt.<\/strong>\u00a0Und dies w\u00e4hrend er noch vor einigen Jahren f\u00fcr seine Disziplin und Unterw\u00fcrfigkeit von seiner Hierarchie belohnt wurde!\u00a0Zurzeit erlebt also die\u00a0<em>Arbeitsorganisation<\/em>\u00a0eine wahre Revolution. Jedoch wird diese Dimension in Umstrukturierungen nicht immer ber\u00fccksichtigt, sodass der Umstrukturierungsprozess nicht gen\u00fcgend vorbereitet wird.<\/p>\n<p>Man kann sagen, dass die Auswirkungen einer Umstrukturierung (oder jeder anderen Art von organisatorischem Wandel) auf den Humanfaktor und seine Umgebung unbedingt bewertet werden sollen, ehe diese Ver\u00e4nderung der Organisationsstruktur eingef\u00fchrt wird. Dies zu vernachl\u00e4ssigen entspricht einem eindeutigen Fall von Missmanagement.\u00a0<strong>Es handelt sich also darum, bei einem Wandel den Mitarbeiter soviel wie m\u00f6glich zu vorbereiten<\/strong><strong>, indem man ihm eine Ausbildung mit einer entsprechenden Anpassungszeit anbietet.<\/strong>\u00a0Wenn der Manager dies nicht tut, f\u00fchrt er sein Team indes zum Misserfolg, was schon vor dem Anfang des Umstrukturierungsprozesses vorausgesagt werden kann.<\/p>\n<p><strong>Man hat zum Beispiel gesehen, wie ein hoch computerisiertes Unternehmen seinen EDV-Bestand erneuerte, ohne sein Personal dar\u00fcber im Voraus zu informieren und ohne es f\u00fcr die neue Software-Ausr\u00fcstung ausbilden zu lassen!\u00a0<\/strong>Die Unternehmensf\u00fchrung war voll gutem Willen und investierte viel Geld, doch das Resultat war eine Katastrophe. Wie kann man unter solchen Bedingungen die Arbeit fortsetzen? Und was kann ein Manager tun, um in diesem Zusammenhang die Motivation seines Teams aufrecht zu erhalten oder sogar zu erneuern?<\/p>\n<p>St\u00f6rungen k\u00f6nnen von verschiedenen Faktoren verursacht werden, wie zum Beispiel:<\/p>\n<ul>\n<li>Einem Mangel an neuen Tools, die f\u00fcr die Organisation unerl\u00e4sslich sind.<\/li>\n<li>Einer ungen\u00fcgsamen Ausbildung f\u00fcr die neuen Tools.<\/li>\n<li>Einem Vers\u00e4umnis oder einer Versp\u00e4tung (aufgrund der Kosten) in der Neugestaltung des Arbeitsplatzes.<\/li>\n<li>Ungen\u00fcgenden Angaben an die F\u00fchrungskr\u00e4fte und Mitarbeiter \u00fcber die neuen Erwartungen.<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>Einige St\u00f6rungen, die vom Faktor Mensch verursacht werden k\u00f6nnen<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Das Unternehmen besteht grunds\u00e4tzlich aus einer Gruppe von Personen, die an der Durchf\u00fchrung einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten.\u00a0<\/strong>Jedoch wird der Humanfaktor bei Reorganisationen, Umstrukturierungen, \u00dcbernahmen und Fusionen, zu oft au\u00dfer acht gelassen. Doch wei\u00df jeder, dass die Beteiligung der Mitarbeiter und F\u00fchrungskr\u00e4fte unerl\u00e4sslich f\u00fcr den Erfolg einer solchen Operation ist!<\/p>\n<p><b>Eine Erkl\u00e4rung kann vorgeschlagen werden, n\u00e4mlich dass gewisse rational denkende Entscheidungstr\u00e4ger\u00a0sich bei der Behandlung der emotionalen Komplexit\u00e4t des Menschen unwohl f\u00fchlen.<\/b>\u00a0Es gibt vielleicht andere Erkl\u00e4rungen, doch eines ist sicher, n\u00e4mlich dass der\u00a0<em>Humanfaktor<\/em>\u00a0bei Umstrukturierungen zu oft vergessen wird. Und dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Unternehmenskultur, das Management und die Kommunikation.<\/p>\n<p><em>Eine nicht beachtete Kultur<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Kultur ist der Leitfaden, der das Trio Strategie-Struktur-Humanfaktor verbindet.\u00a0<\/strong>Sie entspricht der Erde, in der das Unternehmen \u2013 und also dessen Image bei der Kundschaft \u2013 wachsen wird. Jedoch wird diese Unternehmenskultur\u00a0von jeder organisatorischen, strategischen oder menschenbezogenen Ver\u00e4nderung direkt beeinflusst.<\/p>\n<p><strong>Zu viele Verantwortungstr\u00e4ger sind sich noch nicht gen\u00fcgend den Auswirkungen einer Umstrukturierung auf die Kultur und umgekehrt bewusst.<\/strong>\u00a0Die ganze Denkweise und die Philosophie des Unternehmens sollten sich wandeln, wenn es von einer hierarchischen Struktur zu einer Matrixorganisation \u00fcbergeht. Es ist zum Beispiel der Fall, wenn ein KMU von einer ausl\u00e4ndischen Gruppe \u00fcbernommen wird.<\/p>\n<p><strong>Bei Fusionen und B\u00fcndnissen kann man kulturellen Auseinandersetzungen, Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnissen und Vergeltungstaten beiwohnen<\/strong>, die bis zum\u00a0<em>Mobbing<\/em>\u00a0gewisser Personen f\u00fchren k\u00f6nnen. Die Mitarbeiter k\u00f6nnen durch solche<em>\u00a0kulturelle Probleme<\/em>\u00a0\u00fcberfordert oder sogar paralysiert werden, da sie von der Unternehmensf\u00fchrung oft wenig besprochen (wenn nicht v\u00f6llig ignoriert!) werden.<\/p>\n<p><strong>So kann auch die Unternehmenskultur durch eine Umbildung der Unternehmensf\u00fchrung durcheinander gebracht werden.<\/strong>\u00a0Die Zusammenst\u00f6sse, die dann innerhalb der Unternehmensf\u00fchrung oder zwischen der Unternehmensf\u00fchrung und dem Management beobachtet werden, k\u00f6nnen ziemlich eindrucksvoll sein. Solche Unstimmigkeiten haben\u00a0<em>unmittelbare Auswirkungen<\/em>\u00a0auf den gesamten Humanfaktor des Unternehmens, sowie auf dessen\u00a0<em>Kunden\u00a0<\/em>und\u00a0<em>Partner<\/em>.<\/p>\n<p>Die Entwicklung einer neuen Unternehmenskultur entspricht einem langsamen und langfristigen Prozess, der nicht automatisch l\u00e4uft.\u00a0<strong>Jeder Manager muss seine eigenen Mitarbeiter coachen, damit diese zur idealen, f\u00fcr die Organisation bestimmten Kultur, gelangen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Koexistenz mehrerer Unternehmenskulturen innerhalb einer selben Organisation f\u00fchrt zu Konfrontationen und sollte um jeden Preis vermieden werden.<\/strong>\u00a0So k\u00f6nnen\u00a0<em>Konflikte<\/em>,\u00a0<em>Unstimmigkeiten<\/em>\u00a0und die\u00a0<em>Entwicklung von Cliquengeist<\/em>, sowie die entstehenden Zeitverluste und Gesundheitsprobleme, vermieden werden. Dadurch werden sowohl das\u00a0<em>Leistungsniveau<\/em>\u00a0wie auch die\u00a0<em>Stabilit\u00e4t der Organisation<\/em>\u00a0verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p><em>Ein unpassender F\u00fchrungsstil<\/em><\/p>\n<p><strong>Der F\u00fchrungsstil entspringt direkt der Unternehmenskultur.<\/strong>\u00a0Er entspricht der Kombination der Unternehmens-Strategie und Struktur, sowie des im Unternehmen t\u00e4tigen Humanfaktors. Wenn man sich w\u00fcnscht, den F\u00fchrungsstil in Bewegung zu bringen, soll diesem wohl eine strukturelle Unterst\u00fctzung angeboten werden. Andererseits ist es unerl\u00e4sslich, dass die Manager f\u00fcr diesen Wandel vorbereitet werden, indem ihr Kompetenzniveau angepasst wird.<\/p>\n<p><strong>Ein zurzeit relativ h\u00e4ufiges Beispiel besteht in der Umwandlung von Abteilungen in Gesch\u00e4ftseinheiten (oder &#8222;Business Units&#8220;).<\/strong>\u00a0In diesem Szenario werden Top Manager in die Rolle eines Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers versetzt (ohne, dass er v\u00f6llig allein am Steuer sitzt!); er muss also neuen Anforderungen in Sache Verhalten entsprechen (d.h. gewisse <em>Soft Skills <\/em>besitzen) .<\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel ist jenes der Organisationen, die eine auf das\u00a0<em>Empowerment<\/em>\u00a0basierte Unternehmenskultur annehmen wollen (d.h., dass die Entscheidungsmacht an die Betriebsteams delegiert wird). In diesem Zusammenhang wird der Manager ziemlich stark beansprucht, da er seinen\u00a0<em>Managementstil\u00a0<\/em>radikal \u00e4ndern muss. Aber ist er wirklich dazu f\u00e4hig? Hat man ihn daf\u00fcr genug vorbereitet? Wird ihm ein realistischer Zeitraum angeboten, damit er diesen Wandel erleben und verbreiten wird k\u00f6nnen?<\/p>\n<p><strong>In Umstrukturierungen wird der F\u00fchrungsstil in Frage gestellt.\u00a0<\/strong>Je nach dem neugew\u00e4hlten Management-Modell kann der Manager M\u00fche damit haben, sich an die Haltung und das Verhalten anzupassen, die jetzt, seinen Vorgesetzten und Mitarbeitern gegen\u00fcber, von ihm gefordert werden. Es soll noch hervorgehoben werden, dass jeder F\u00fchrungsstil dem Individuum kompetenz- sowie erfahrungsbezogene Anforderungen stellt.<\/p>\n<p><strong>Wenn man den\u00a0<em>Managementstil\u00a0<\/em>\u00e4ndern will, weil es die neue Struktur, die neue Strategie oder die neuen Entscheidungstr\u00e4ger verlangen, soll man wissen, dass man daf\u00fcr ZEIT und Ressourcen brauchen wird.<\/strong>\u00a0Jedoch haben wir es zurzeit alle eilig. Infolgedessen ist die Versuchung gro\u00df, nach au\u00dferordentlichen kompetenten F\u00fchrungskr\u00e4ften\u00a0direkt auf dem Arbeitsmarkt zu suchen.\u00a0Leider verf\u00fcgen diese nicht immer \u00fcber die\u00a0<em>technischen Kompetenzen\u00a0<\/em>oder das\u00a0<em>berufliche Know-How<\/em>, die erforderlich sind, oder \u00fcber gen\u00fcgende\u00a0<em>Kenntnisse der Produkte<\/em>\u00a0des Unternehmens. Dazu kann sich der\u00a0<em>F\u00fchrungsstil\u00a0<\/em>dieser neuen Rekruten mit der von der Mehrheit der schon vorhandenen Manager bestimmten Kultur v\u00f6llig inkompatibel erweisen!<\/p>\n<p>Infolgedessen kann der Versuch, einen theoretisch gut angepassten F\u00fchrungsstil einem Unternehmen aufzuerlegen, das dazu nicht vorbereitet wurde, ein gro\u00dfes Risiko beinhalten und zu all diesen St\u00f6rungen f\u00fchren.\u00a0<b>Au\u00dferdem\u00a0muss jeder Entscheidungstr\u00e4ger den F\u00fchrungsstil finden, mit dem er sich wohl f\u00fchlt.<\/b>\u00a0Dies muss jedoch in \u00dcbereinstimmung mit seinem strukturellen und menschlichen Umfeld, sowie mit seinen eigenen Werten, durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><em>Eine unpassende Kommunikation<\/em><\/p>\n<p><strong>Wenn auch gewisse Unternehmen das Geheimnis \u00fcber ihre Strategie wahren, investiert dennoch die Mehrheit in die Kommunikation.<\/strong>\u00a0Leider bleibt eine gro\u00dfe Anzahl von Managern und Mitarbeitern kritisch, wie gro\u00df auch die Anstrengungen der Unternehmensf\u00fchrung sind. Dieses Ph\u00e4nomen k\u00f6nnte dadurch empirisch erkl\u00e4rt werden, dass der erarbeitete Kommunikationsprozess an zwei Schw\u00e4chen leidet: einerseits ist er oft<em>\u00a0l\u00fcckenhaft<\/em>\u00a0und andererseits kann der Kommunikationsplan mit einem\u00a0<em>Zeitunterschied\u00a0<\/em>eingesetzt werden.<\/p>\n<p><em>a) L\u00fcckenhafter Kommunikationsprozess<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein l\u00fcckenhafter Kommunikationsprozess ist eines der Symptome einer l\u00fcckenhaften F\u00fchrung.<\/strong>\u00a0 Was die Leute zum Stillstand bringt ist, dass sie keine klaren und strukturierten Informationen \u00fcber ihren\u00a0<em>Alltag<\/em>\u00a0und ihre\u00a0<em>Zukunft<\/em>\u00a0erhalten. Auch wenn manche Angestellten sich f\u00fcr die strategische Zukunft der Organisation und deren Budgetplanung interessieren, stellt sich die Mehrheit des Humanfaktors &#8211; inklusive die F\u00fchrungskr\u00e4fte \u2013 ganz einfache Fragen, wie zum Beispiel: &#8222;Was wird aus mir werden?&#8220;, &#8222;Wie wirkt sich dies auf meine Arbeit aus? Auf meinen Lohn ?&#8220;\u2026Es k\u00f6nnen aber auch andere Fragen auftreten, wie: &#8222;Sie verlangen so viel von mir, aber ich habe weder das notwendige Budget noch die passenden Produktionstools&#8220; oder &#8222;Meine Leute arbeiten Tag und Nacht, sie sind ausgelaugt und machen sich um ihr Privatleben Sorgen&#8220;\u2026<\/p>\n<p><strong>Wer aber h\u00f6rt diese Anliegen im Unternehmen?<\/strong>\u00a0Wer hat den Mut, bei den gro\u00dfen strategischen Veranstaltungen, von seinen pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnissen zu sprechen? Und w\u00fcrden diese formuliert, wer k\u00f6nnte ihnen entgegentreten? H\u00e4tte diese Person die Kompetenzen, um konkrete L\u00f6sungen beizubringen?<\/p>\n<p>\u00dcber einen Idealzustand, ein Konzept oder ein neues Organisationsmodell zu kommunizieren, ist gut. Bis zum Ende dieser Ann\u00e4herung zu gehen, indem \u00fcber die Konsequenzen der Umstrukturierung auf den Alltag der Mitarbeiter und Manager gesprochen wird, ist noch besser!\u00a0<strong>Der Kommunikationsprozess muss also eine globale, strukturierte und pragmatische Vision widerspiegeln.\u00a0<\/strong>Er kann in Form von\u00a0<em>Sammlungen<\/em>,\u00a0<em>Gruppenarbeiten<\/em>\u00a0(&#8222;Workshops&#8220;), sowie hoch effizienten<em>\u00a0individuellen Gespr\u00e4chen<\/em>\u00a0durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><em>b) Der Zeitplan des Kommunikationsplans<\/em><\/p>\n<p><strong>Bei einer Umstrukturierung gibt es im Allgemeinen einen Kommunikationsplan, der die Etappen des Projekts bekannt gibt.<\/strong>\u00a0Es handelt sich hier um die\u00a0<em>Projekt-Meilensteine<\/em>, die im Hinblick auf das Programm auf rationale und logische Art in die Zeit eingeordnet werden sollen.<\/p>\n<p><strong>Aber Unvorhergesehenes kann zwischen zwei Treffen auftreten.<\/strong>\u00a0Es treten tats\u00e4chlich oft Unruhen auf, die\u00a0<em>emotionale Reaktionen<\/em>\u00a0ausl\u00f6sen. Dies \u00f6ffnet Ger\u00fcchten die T\u00fcre \u2013 Hauptfaktor der Destabilisierung im Unternehmen. Die mit der Umstrukturierung beauftragten Verantwortungstr\u00e4ger sollten also ohne Abwarten etwas unternehmen, um jeglichen Desinformationsfluss zu unterbinden. Dies impliziert aber, dass unerm\u00fcdlich zugeh\u00f6rt wird.<\/p>\n<p><strong>Es ist auch genauso wichtig, in einem Umstrukturierungsprozess zu vermeiden, zu viele Informationen bekannt zu geben, oder sie zu fr\u00fch zu ver\u00f6ffentlichen.<\/strong>\u00a0Ein Kommunikationsprozess entspricht einer Aufeinanderfolge von\u00a0<em>Phasen des Zuh\u00f6rens<\/em>\u00a0und des\u00a0<em>Antwortens<\/em>. Man muss den richtigen Moment finden, um zuzuh\u00f6ren, zu sprechen und zu schweigen. Es handelt sich also um einen andauernden Prozess.<\/p>\n<h5><strong>Schlussfolgerung<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Heutzutage streben Entscheidungstr\u00e4ger danach, das Unternehmen zu restrukturieren, um ihm eine optimale Organisation zu geben<\/strong>, sodass dessen Tr\u00fcmpfe maximal aufgewertet und ausgenutzt werden. Das gesuchte Ziel besteht darin, so rentabel und leistungsf\u00e4hig wie m\u00f6glich zu werden.<\/p>\n<p><strong>Jedoch, indem sie sich zu stark auf die Leistung konzentrieren, handeln gewisse Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Manager voreilig.<\/strong>\u00a0Sie gehen in die Falle einer l\u00fcckenhaften F\u00fchrung ihres Unternehmens. Dadurch sind die Risiken gross, bei einer Umstrukturierung die strukturellen und menschlichen Komponenten zu vergessen.\u00a0<em>Spannungen<\/em>, ein\u00a0<em>hohes Turnover<\/em>,\u00a0<em>Blockierungen<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Versp\u00e4tungen\u00a0<\/em>stellen sich also ein und beeintr\u00e4chtigen die Durchf\u00fchrung der Operation, die ihre Organisation dynamischer gestalten sollte.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr den Manager ist das Ziel, eine globale und realistische Vision seines Unternehmens oder seiner Gruppe zu erwerben.<\/strong>\u00a0Er kann die Zukunft vorbereiten, indem er sich im Alltag f\u00fcr den Faktor Mensch interessiert, mit seinen Kompetenzen, Emotionen und Schwierigkeiten. Er kann auch seine Leute zu\u00a0<em>Partnern<\/em>\u00a0machen, die mit ihm den Wandel beleben werden. Der Austausch soll also gezielt sein und h\u00e4ufig stattfinden. Der Manager sollte also st\u00e4ndig f\u00fcr die humanen, finanziellen und technischen Komponenten der Organisation aufmerksam sein. Er soll zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Bed\u00fcrfnissen unterscheiden k\u00f6nnen und dementsprechend handeln.<\/p>\n<p><strong>Schlussendlich laden wir die Entscheidungstr\u00e4ger ein, die Umstrukturierung mit Realit\u00e4tssinn und Vorsicht zu benutzen.<\/strong>\u00a0Es handelt sich darum, zum\u00a0<em>Fortbestand des Unternehmens<\/em>\u00a0beizutragen, indem darauf geachtet wird, die Fallen von Voreiligkeit und De-Strukturierung zu vermeiden.<\/p>\n<p><em>Weitere Beitr\u00e4ge zum Thema Umstrukturierungen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/hr4free.com\/de\/Unternehmenscoaching\/Umstrukturierungen-und-Auswirkungen-f%C3%BCr-die-Mitarbeiter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-cke-saved-href=\"https:\/\/hr4free.com\/de\/Unternehmenscoaching\/Umstrukturierungen-und-Auswirkungen-f%C3%BCr-die-Mitarbeiter\"><strong>Umstrukturierungen: Auswirkungen f\u00fcr die Mitarbeiter<\/strong><\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/hr4free.com\/de\/Organisatorischer-Wandel\/In-Krisenzeiten-f%C3%BChren-seine-Management-Referenzen-nach-Restrukturierungen-wiederherstellen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-cke-saved-href=\"https:\/\/hr4free.com\/de\/Organisatorischer-Wandel\/In-Krisenzeiten-f\u00fchren-seine-Management-Referenzen-nach-Restrukturierungen-wiederherstellen\"><strong>In Krisenzeiten f\u00fchren: Management-Referenzen wiederherstellen\u00a0<\/strong><\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seinem andauernden Streben nach finanziellen Resultaten sucht das heutige Unternehmen, sich mit Management-Tools auszur\u00fcsten, die es erlauben werden, seine Leistung zu maximieren.\u00a0Unter den klassischen Managementmethoden, die den Entscheidungstr\u00e4gern zur Verf\u00fcgung stehen, ist die Umstrukturierung das im h\u00f6chsten Kurs stehende Tool. 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